Viele Düsseldorfer und Wasserhungrige aus dem Umland kennen den Unterbacher See, insbesondere von sonntäglichen Spaziergängen um den See und sommerlichen Schwimmbadbesuchen.

Darüber hinaus lohnt es sich, durch den angrenzenden Eller Forst zu streifen und das bei jeder Jahreszeit.

 

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Mein Eintritt in die faszinierende Welt des Eller Forsts und des Unterbacher Sees ist, gelinde ge- sagt, unspektaku- lär. Aber wie so oft, ist das Faszinierende im Inneren verbor- gen.

Machen wir uns auf den Weg.

Der Forst ist sehr abwechslungsreich. Es gibt sowohl den klassischen Wald als auch einen Erlenbruchwald. In diesem Teil steht das Grundwasser so hoch, dass die Bäume und Bodengewächse nicht nur in den Wintermonaten oft wochenlang von Wasser oder Eisflächen umgeben sind.

Der Eller Forst mit seinem alten Baumbestand ist das älteste Naturschutzgebiet Düsseldorfs und der Eller Forst ist für Touren jeglicher Länge geeignet. Man kann sowohl einen Spaziergang von einer halben Stunde einplanen, als auch von mehreren Stunden, wobei der Eller Forst sozusagen der Einstieg ist für Wanderungen um den Unterbacher See, den Elbsee als auch bis nach Düsseldorf-Benrath, fast ohne Straßen laufen zu müssen.

Vom "Einstieg" Friedrich-Engels-Straße kommt man auf eine rund 10 Kilometer lange Strecke für die Unterbacher See-Umrundung, bis nach Benrath ist die Strecke ähnlich lang. In Benrath muss man am Ende einige Straßen laufen um ins dortige Stadtzentrum und zum Schloss Benrath zu gelangen. Es lohnt sich! Sowohl ein Eis in der Fußgängerzone als auch der Besuch des Schlosses Benrath sind sehr lohnende Ziele für diesen Ausflug.

Zurück kann man bequem mit dem Bus fahren.

Informationen zum Eller Forst gibt es auf der homepage der Stadt Düsseldorf unter

http://www.duesseldorf.de/stadtgruen/landschaft/nsg/eller_forst.shtml

Es gibt nicht nur viele Wege nach Rom, nein es gibt auch viele Wege durch den Eller Forst. Einer führt über eine ehemalige Hausmülldeponie.

Die Fläche des Eller Forst war von 1953 bis 1965 tatsächlich eine Hausmülldeponie.

Die Hälfte des Düsseldorfer Mülls wurde hier gelagert.

Stünde das Schild nicht da, ich wäre nie darauf gekommen.

 Seit 1965 wird der gesamte Düsseldorfer Hausmüll in Flingern verbrannt.

Dann folgt der Siebenbrückenweg, der durch den Erlenbruchwald führt.

So schön der Erlenbruchwald ist, gibt es eines zu beachten:

Dadurch, dass nur in recht trockenen Zeiten die Pflanzen nicht von Wasser umgeben sind, ist hier ein Lieblingsplatz der Mücken. In den mückenreichen Zeiten, die hier viel länger sind als im restlichen Forst, ist stehen bleiben kaum möglich, ohne angefallen zu werden. 

Auf dem Weg zum Unterbacher See passieren wir nun große freie Feuch-twiese mit Röhricht und Seggenarten.

Bislang war ich noch nicht zur rechten Zeit am rechten Ort. Mir ist es daher noch nicht gelungen ein Reh oder einen Fuchs zu beobachten, die hier heimisch sein sollen.

Nach gut 2 Kilome- tern sind wir da: am Unterbacher See, der keine Zuflüsse besitzt und nur aus dem Grundwasser gespeist wird.

Er ist 83,6 Hektar groß und bis zu 13,4 Meter tief und zwischen 1926 und 1973 durch Auskiesung entstanden.

An warmen Sommerwochenenden sind die beiden Strandbäder besonders beliebt und Parkplätze am Mittag meist kaum noch zu bekommen.

 

Ihr könnt mir ruhig glauben er ist es wirklich.

Hier ist er, der herrliche Blick über den See, hinten rechts ist der Rheinturm zu erahnen.

Eine Runde um den See ist rund 6 km lang.

Die Bäume und Sträucher am See wachsen, werden dichter und wachsen, werden....

So kommt es zu diesem tollen Anblick. Ein wenig schade daran ist, dass man an vielen Stellen, von den Wegen aus den See vor lauter Bäumen nicht sieht, insbesondere, wenn man als Radler unterwegs ist. Denn die Fußwege sind immer dem See am nahesten.

Schön für die Fußgänger, weniger schön für die Radler.

Und wehe, man fährt als Radler auf dem Fußweg, selbst, wenn schlechtes Wetter ist, nicht viele Leute unterwegs sind und man echt langsam radelt. Ich finde, dass es dann eigentlich kein Problem darstellt, wenn die vielleicht 20 oder 30 Fußgänger am See sich "Ihren Weg" mit den Radlern teilen. Nun, oft geht es halt ums Prinzip, wenn man bestimmt darauf hingewiesen wird, dass der Radweg nebenan ist. Ich als Fußgängerin habe in dieser Situation kein Problem mit den Radlern, vielleicht, weil ich meine Fortbewegungsart beständig wechsle.

Ich fände es gut, wenn auf der einen Seite die Füßgänger direkt am See laufen könnten und auf der anderen Seite die Radfahrer näher rankämen.

Was vor allen im Winter den Genuß der Seeumrundung etwas mindert, dass ist, dass die angrenzende A46 keine Lärmschutzwand zur Seeseite hat. Im Sommer dämpfen die Blätter die Autobahngeräusche etwas, aber im Winter fehlt der Lärmpuffer schon.

 

Der See ist voller Vögel.

Schwäne, Enten und Gänse lassen immer blicken.

Manchmal zeigt sich selbst der eigentlich scheue Reiher.

Rund um den See gibt es mehrere Lokalitäten, bei denen Ihr einkehren könnt.

 

Tretboot-, Segel-, oder Ruderboot fahren ist möglich, sowie eine Runde Minigolf spielen.

Der Klettergarten am Unterbacher See muss, soweit ich weiß, im Vorhinein gebucht werden.

 

Einiges, was der Unterbacher See an Freizeitaktivitäten zu bieten hat, gibt es hier:

http://www.unterbachersee.de

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